CRANACHS ZIRKEL
Cranachs Zirkel
Cranachs Zirkel ist entstanden für einen Schmuckwettbewerb anläßlich des 500- jährigen Jubiläums von Lucas Cranach d. J.. / Das Konzept fusst einerseits auf der Verbindung von Schmuck in Bezug zur Bildnismalerei von Lucas Cranach, der in einer Zeit arbeitete, in der Mariendarstellungen durch die Positionsveränderung des Glaubens in Richtung Weltlichkeit zurückgedrängt wurden und Bildnisse von wirklichen Menschen gefertigt wurden, und andererseits auf der heutigen Situation des Porträtgenress, das vor allem im Kontext sozialer Medien auftritt. Der Schmuck in den Gemälden von Cranach ist sachlich dargestellt, es gibt wenig Andeutung von Räumlichkeit. / Die Strenge der Komposition und die fast geometrische Konstruktion wollte ich für meinen Schmuckentwurf als Ordnungsmuster beibehalten. / In der Arbeit „Cranachs Zirkel“ liegt die Betonung auf den Punkten, den Zirkeln, die nur da sind, um fotografiert zu werden. Sie sind Schmuck für die Fotografie. Die Gesichter werden nur für das Porträtfoto geschmückt. / Die Anordnung der Punkte aus Messingblech bezieht sich auch auf die Fokuspunkte im Sucherdisplay gängiger Digitalkameras. / Die Idee einer Erweiterung des Porträtbegriffes mit entsprechender Einbeziehung des Produktionsprozesses eröffnet neue Assoziationsfelder und überschreitet die Grenzen des Genres. / Cranachs Zirkel, 2014, mixed media, Messing

In den Gemälden von Cranach sind Requisiten Symbole von Macht. [1] / Ich bin Fotografin. [2) / Im medialen Kontext ist das Gesicht heute das Wesentliche. [3) / Die Zirkel sind gefertigt, um sie direkt auf das Gesicht aufzubringen. [4) / Das geschmückte Gesicht wird fotografiert. [5) / Die Fotografie ist das Ergebnis. Das Objekt Schmuck ist nur für den fotografischen Moment hergestellt. Aber der Schmuck und die Repräsentation von Macht gehen wie schon bei Cranach d. J. durch das Bild in Zeit und Raum auf. [6)

[English)
The concept is based on the combination of jewellery in the pictorial painting of Lucas Cranach the Younger, and the current situation of portraits, which are used and perceived primarily in a media context. / In Cranach's circle, the emphasis is on the dots, the circles that are only there to be photographed. They are jewellery for photography. The faces are adorned only for the portrait photo./ The arrangement of the brass sheet points also applies to the focus points, focus points and focus segments in the viewfinder display of popular digital cameras. The points as a sharpness insurer. The pasted faces are standard faces, so it becomes clear that they do not belong as drawings to the post. / Cranach's Circle, mixed media, brass, 2014

In Cranach's paintings, props are symbols of power. [1) / I am a photographer. [2) / In the media context, the face is the essence of today. [3) / The circles are made to apply directly to the face. [4) / The decorated face is photographed. [5) / Photography is the result. The object as jewellery is made only for the photographic moment. But the jewellery and the representation of power go as with Cranach d. J. through the picture in time and space. [6)

Exhibited in Group exhibition →Beautiful Mind. Ein Schmückstück für Cranach. Lutherhaus, Wittenberg 2015, Schmuckmuseum Pforzheim 2015/16, Kunstgewerbemuseum Berlin 2016